Robert Vogel ist tot

20.02.2013/vrff/GJÜ/HUC/Stuttgart: Robert Vogel, langjähriges Mitglied der BG SWR, ist tot. Der 57-jährige Fernsehredakteur starb überraschend Mitte Februar. Der gebürtige Franke, dessen Herkunft immer noch hörbar war, liebte und lebte sein Medium Fernsehen. Im Süddeutschen Rundfunk groß geworden, zuerst beim Radio, dann beim Fernsehen, wechselte er nach seiner Arbeit im TV-Nachrichtenbereich zu der sogenannten „Regionalen Unterhaltung“. Robert Vogel ent- wickelte „Die Straße der Lieder“ und danach die „Musikalische Reise“.

Sein silbergraues Haar erinnerte ein bisschen an Helmut Schmidt. Man konnte mit ihm über den Rundfunk, auch den öffentlich-rechtlichen, diskutieren, streiten – und immer dank seiner originellen Gedanken etwas Neues entdecken. Manchmal sogar das „Prinzip Hoffnung“ für die Ansprüche und Möglichkeiten dieses Mediums. Er konnte sich über die Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit von Menschen wahnsinnig aufregen und etwas später dann den Charme eines liebenswerten Kollegen in seine Worte einfließen lassen. Die Erzählungen über seine Jugend und sein Studium ließen ihn hörbar wieder zu einem waschechten Franken werden: bodenständig, etwas schroff, aber liebenswert. Er fehlt den Kollegen, den Freunden und den Mitstreitern. „Jeder stirbt, aber keiner ist tot“, so die tibetischen Weisheit zur Vergänglichkeit und Trauer. (Jü/huc)