SWR: Haushalt 2014 genehmigt

06.12.2013/SWR/GJÜ/Stuttgart:

Die Finanzplanung des Südwestrundfunks (SWR) wird auch 2014 geprägt sein vom Umbau- und Sparprozess. Nur so seien Investitionen in die Zukunft möglich, sagte SWR-Intendant Boudgoust vor dem Rundfunkrat in Stuttgart. Das Gremium genehmigte den Haushaltsplan 2014.

Zu der aktuellen Diskussion um das Beitragsaufkommen sagte Boudgoust: „Der neue Rundfunkbeitrag ist kein Skandal, im Gegenteil: Er bringt mehr Gerechtigkeit. Schwarzsehen ist out! 88,9 Prozent der Beitragszahler finden das neue Modell im Vergleich zum bisherigen einfacher. Der Rundfunkbeitrag greift also, und damit die solidarische Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks insgesamt.“ Mit Bezug auf mögliche Beitragszuwächse betonte Boudgoust, dass Gewissheit darüber bestehe, dass es 2014 erneut keine Anpassung des Rundfunkbeitrags geben werde. Das sei dann das sechste Jahr in Folge mit unverändertem Beitrag.

Die Eckdaten des Haushaltsplanentwurfs sehen wie folgt aus: Die Summe der Erträge für das Jahr 2014 ist mit 1.175 Millionen Euro geplant. Die Summe der Aufwendungen ist für das Jahr 2014 mit 1.205 Millionen Euro angesetzt. Der Jahresfehlbetrag von 30 Millionen Euro wird dem anstaltseigenen Kapital entnommen.

Der Rundfunkrat hat bei seiner letzten Sitzung im Jahr nach der Abberufung von Frieder Birzele neue stellvertretende Vorsitzende gewählt. Zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Margit Rupp gewählt. Margit Rupp ist seit Juni 2003 Mitglied des Rundfunkrates des SWR. Sie vertritt die Evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg. Im Januar 2013 wurde sie vom Rundfunkrat zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Rundfunkrates gewählt. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Rino-Gennaro Iervolino gewählt. Rino-Gennaro Iervolino wurde im Oktober 2007 in den Rundfunkrat des SWR berufen. Er wird als Vertreter Ausländischer Mitbürger in Baden-Württemberg durch die kommunalen Landesverbände (Gemeindetag, Landkreistag, Städtetag) entsandt.