Bericht über die Herbstsitzung der Bundessenioren sowie über die Fachtagung der BAGSO

20.11.2017/VRFF/IMT/Mainz:

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Am 26. September 2017 fand in Berlin im Anschluss an die 4. Seniorenpolitische Fachtagung mit dem beziehungsreichen Titel „Gesund alt werden- von NIX kommt NIX“ die Herbstsitzung der Hauptversammlung der Bundesseniorenvertretung statt.

Das Wahlergebnis vom 25. September war noch taufrisch in den Ohren der Teilnehmer aus den Partnergewerkschafen und Landesbünden. Die Teilnehmer kannten sich aus den vergangenen Sitzungen und manches offene Wort zu Wahlergebnis und zu kommenden Aufgaben sagte man sich schon vor offiziellem Beginn auf den Fluren und auch später in den Pausen.

Für die VRFF Die Mediengewerkschaft nahm die stellvertretende Bundesseniorenbeauftragte Isa März-Toppel von der BG ZDF an der Versammlung teil.

Der scheidende dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt skizzierte in seinem Grußwort an die Hauptversammlung der dbb Senioren in offenen Worten mit viel Biss die Grundzüge der Politik des dbb der kommenden Jahre, die von den Landesbünden und Fachgewerkschaften in knapp 700 Anträgen formuliert im November auf dem Gewerkschaftstag beraten werden. „Auch mit uns“, ergänzte heiter Wolfgang Speck, Vorsitzender der Bundesseniorenvertretung, später. Dauderstädt wies eindringlich auf alle Themen hin, die auf der politischen Tagesordnung des dbb verbleiben, ja unbedingt verbleiben müssen.

Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, Korrektur des umstrittenen Tarifeinheitsgesetzes, auch das Zementieren der sozialen Sicherheit aller Beschäftigten, Rentner und Pensionäre müsse in der kommenden Legislaturperiode ein erneut wesentlicher Schwerpunkt gewerkschaftspolitischer Arbeit sein. Gemeinsam müsse man weitere Verschlechterungen vehement abwehren, so Dauderstädt. Eine lebendige Diskussion entstand, Zustimmung und lebhafter Beifall war Dauderstädt sicher.

Der Vorsitzende der Bundesseniorenvertretung Wolfgang Speck machte in seinem Bericht Fallbeispiele über Kürzungsversuche in der Beihilfe in verschiedenen Bundesländern deutlich. Weiter thematisierte Speck die Auswirkungen der für 2018 anstehenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder und deren Auswirkungen auf die Bezüge der Versorgungsempfänger. Altersarmut dürfe nicht entstehen. Die Hauptversammlung befasste sich des Weiteren mit Planungen für das Jahr 2018, in dem der 2. Bundesseniorenkongress und der 12. Seniorentag stattfindet.

Die schon eingangs erwähnte Fachtagung zum Thema „Gesund alt werden – von NIX kommt NIX“ steht im direkten Zusammenhang mit der BAGSO-Fachtagung und Hauptversammlung an der Isa März-Toppel, die stellvertretende Bundesseniorenbeauftragte, am 06. November in Dortmund ebenfalls teilgenommen hat. Wie in einer konzertierten Aktion ging es um das Thema „Wie lebt man mit Wohlbefinden im Alter?“ Wie erreicht man das? Wie können die notwendigen gesellschaftlichen Anstrengungen gebündelt werden? Der BAGSO Vorsitzende Franz Müntefering ermutigte die Tagungsgäste zu verstärktem Engagement für die Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen. Die Gestaltung des demografischen Wandels sei eine zentrale gesellschaftliche Zukunftsaufgabe – so der Tenor aller Vorträge.
„Ja“, ergänzte Frau Prof. Dr. Ursula Lehr, stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenverbände, „wir haben es selbst in der Hand, wie wir altern. Hierbei gilt es nicht nur dem Leben Jahre, sondern den Jahren Leben zu geben.“
Die bekannte Altersforscherin und Psychologin hatte nicht nur wegen des Wortspiels die besondere Aufmerksamkeit der Tagungsteilnehmer.

Insgesamt diskutierten alle Tagungsteilnehmer da und dort um das ureigenste Anliegen: Die Förderung der Gesundheitskompetenz älterer Menschen. Diese Förderung erfordert umfassende Strategien.

Ein besonderer Tag für einen Gedankenaustausch wird auch der 12. Deutsche Seniorentag sein, der vom 28. – 30. Mai 2018 in der Dortmunder Westfalenhalle stattfindet. Auch die VRFF Die Mediengewerkschaft wird dort Erfahrungen austauschen.

Ein Slogan der dbb Seniorenvertretung lautete einmal: „Wir geben keine Ruhe!“
Warum auch? Es ist gut dabei zu sein. Die VRFF-Senioren sind Teil einer guten Gemeinschaft.