„Die DW spricht viele Sprachen – damit die Welt uns versteht!“ – Protestaktion in Bonn am 23. Februar 2015

09.02.2014/Gewerkschaftliches Aktionsbündnis DW/Bonn: Die Deutsche Welle ist im Kern bedroht. Die massive Unterfinanzierung des Auslandssenders gefährdet Programm und Arbeitsplätze. Sollten die Sparpläne von Intendant Limbourg Realität werden, stehen zehn Sprachredaktionen am Standort Bonn vor der Schließung. In Berlin droht den linearen Fernsehprogrammen in Deutsch, Spanisch und Arabisch das Aus.

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Um dies zu verhindern, ruft das gewerkschaftliche Aktionsbündnis der DW Bonn (DJV, ver.di und VRFF Die Mediengewerkschaft) zur Teilnahme an der

Protestveranstaltung
am 23. Februar 2015 um 14 Uhr
auf dem Münsterplatz in Bonn

auf. Mit dem Motto der Veranstaltung („Die DW spricht viele Sprachen – damit die Welt uns versteht!“) treten die Mitarbeiter/das Aktionsbündnis für den Erhalt der Sprachenvielfalt im Deutsche-Welle-Programm ein. Sie ist das Alleinstellungsmerkmal des deutschen Auslandsrundfunks. Ohne sie ist der gesetzliche Auftrag nicht zu erfüllen. In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen ist der Dialog zwischen den Kulturen, Religionen und Nationen unverzichtbarer denn je.

Dafür braucht es die regionale Expertise der DW-Mitarbeiter/innen, besonders in Regionen, in denen Medienfreiheit und Meinungsvielfalt nicht selbstverständlich sind. Als Folge der chronischen Unterfinanzierung erleidet die Deutsche Welle jedoch seit Jahren einen personellen Aderlass. Dieser hat allein im vergangenen Jahr zur Beendigung bzw. Einschränkung von rund 300 freien Mitarbeitern geführt. Dieser Trend muss endlich gestoppt werden!

Demonstriert wird:

  • für eine aufgabengerechte Finanzierung der DW und gegen weiteren Personalabbau
  • für den Erhalt der Sprachenvielfalt und der deutschsprachigen Angebote
  • für ein breites multimediales Angebot einschließlich linearer TV-Angebote in den Kernsprachen

Die Mitarbeiter der DW versammeln sich auf dem Sammelplatz der DW am Haupteingang, Kurt-Schumacher-Str.3 um 12 Uhr.
Die zentrale Kundgebung findet dann ab 14.00 Uhr auf dem Bonner Münsterplatz statt.