Equal Pay Day 2018 – noch nicht am Ziel

 

18.03.2018/VRFF/ABR/Köln: Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage und das Datum des aktuellen EPD am 18. März 2018.

Angenommen Männer und Frauen bekommen den gleichen Stundenlohn: Dann steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Heute finden bundesweit viele Aktionen zum EPD statt. In der Privatwirtschaft ist die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen noch deutlich höher, als im öffentlichen Dienst – dort sind es aber aktuell immer noch 9%. Aufgrund von Tarifverträgen und daraus resultierenden Entgeltstrukturen bekommt man (auch dank der Gewerkschaften) eigentlich „gleiches Geld für gleiche Arbeit“, aber… die strukturellen Hürden, die zu Verdienstunterschieden führen sind noch da. Ein Großteil davon beruht darauf, dass Frauen öfters in Teilzeit arbeiten oder Berufe erlernen, in denen die Bezahlung nicht so gut ist.

Frauen werden in der Gesellschaft immer noch in die klassische Rollenverteilung innerhalb der Familie gedrängt: Die Frau übernimmt das Haushalts- und Familienmanagement, während der Mann seine berufliche Qualifikation ausbaut, Berufserfahrung sammelt und damit das Fundament für seinen Beruf festigt. Damit wird Frauen oft nicht die gleiche Chance gegeben in gleichwertige Berufe zu gelangen oder es ist eben deutlich später der Fall.

Wir fordern hier mehr Engagement im Sinne des Entgelttransparenzgesetzes!

#fairpayjetzt