Jedes Bisschen kostet extra Bei Online-Reisebuchungen auf die Leistungen achten

Auf die Preisangaben von Internetreiseanbietern ist einem Test zufolge wenig Ve- rlass. So müssen Kunden häufig damit rechnen, dass Reiseangebote im Netz beim Buchen teurer sind als zunächst angegeben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Zeitschrift „Computerbild“. Sie hat 133 Reisen bei fünf bekannt- en Anbietern unter die Lupe genommen. In 106 Fällen war die Reise am Schluss teurer als anfangs angegeben.

Schuld daran seien vor allem drei Dinge: Im Buchungsformular sind häufig Reise- versicherungen automatisch vorausgewählt, was in Deutschland verboten ist. Alle getesteten Anbieter verlangen zudem eine Kreditkartengebühr, auch wenn in ein- igen Fällen keine andere Zahlungsmöglichkeit besteht. Und häufig stelle sich beim Buchen heraus, dass sich der Preis kurzfristig geändert hat.

Bei Reisebuchungen im Internet sollten Kunden deshalb genau auf die Leistung- en schauen, rät die Verbraucherzentrale Hamburg. Denn ihnen stehe kein Wider- rufsrecht zu. Da die Stornierung einer gebuchten Reise immer mit Kosten ver- bunden sei, sollte erst das passende Angebot in Ruhe ausgewählt werden. Genannt werden sollen alle wesentlichen Merkmale einer Reise, wie Reiseziel, Unterbringung, Verpflegung, Preis, Transportmittel, Visumspflichten oder Impf- bestimmungen.

Beim Preis tricksen manche Anbieter besonders gern: Zusatzkosten für Transfer oder Service tauchten oft erst am Ende des Buchungsvorgangs auf. Niemals soll- ten Zahlungen vor der Aushändigung eines Sicherheitsscheins geleistet werden. Mit ihm sind Reisende vor dem Konkurs eines Veranstalters geschützt. Um spät- ere Reisemängel geltend zu machen, sollten Reisende darauf achten, dass alle Daten des Veranstalters auf dem Buchungsportal ersichtlich sind. Dazu gehörten der Name, die Rechtsform des Unternehmens, der Name eines Vertretungsbe- rechtigten, vollständige Adresse, Telefon- und Faxnummer, E-Mail-Adresse und die Handelsregisternummer.


Quelle: KSTA, 26.06.2012