Neue dbb Bundesleitung gewählt – Wildfeuer: „Frauenpolitische Durchschlagskraft gestärkt“

13.11.2012/dbb/ABR/Berlin: Mit der Wiederwahl von Kirsten Lühmann (DPolG) und Astrid Hollmann (Bundesgenderbeauftragte VRFF Die Mediengewerkschaft) mit überwältigender Mehrheit als stellvertretende dbb Bundesvorsitzende sieht die dbb bundesfrauenvertretung die frauenpolitische Durchschlagskraft im dbb gestärkt. „Astrid Hollmann und Kirsten Lühmann haben in den vergangenen fünf Jahren ein solides Fundament für eine moderne frauenpolitische Gewerkschaftsarbeit in der dbb Bundesleitung gelegt. Hierauf gilt es nun mit vereinten Kräften aufzubauen. Nicht zuletzt steht ihr Erfolg auch für den einer energischen Frauenbewegung im dbb“, stellte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, auf dem 23. dbb Gewerkschaftstag in Berlin am 12. November 2012 heraus. „Der dbb hat das Zeug dazu, seine Position als tonangebende Gewerkschaft im öffentlichen Dienst auszubauen. Dazu benötigt er aber die uneinge- schränkte Unterstützung der weiblichen Beschäftigten – denn mehr als die Hälfte der im öffentlichen Dienst Beschäftigten sind Frauen.“

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„Noch steht der dbb am Anfang, eine Gewerkschaft der Frauen im öffentlichen Dienst zu sein. 2012 waren von insgesamt 868 stimmberechtigten Delegierten nur 215 Frauen“, erläuterte Wildfeuer. Zwar sei der Anteil der weiblichen Stimmberechtigten seit 2003 von knapp 17 auf jetzt rund 25 Prozent gestiegen. Bei einem Anteil von einem Drittel weiblicher Mitglieder dürfe man sich mit diesem Ergebnis aber nicht zufrieden geben. Wildfeuer: „Laut Satzung sollen in den Organen des dbb Frauen und Männer entsprechend dem Anteil der weiblichen und männlichen Einzelmitglieder vertreten sein. Das schließt die Bundesleitung ebenso ein wie den Gewerkschaftstag.“ Aufgabe der neuen Bundesleitung müsse es nun sein, gemeinsam mit der dbb bundesfrauenvertretung die erklärten Ziele bis zum nächsten Gewerkschaftstag 2017 umzusetzen. „Dazu brauchen wir starke unabhängige Frauenvertretungen in den Mitgliedsgewerkschaften und Landesbünden. Aber auch kompetente Frauen, die bereit sind, Posten zu übernehmen: Frau muss Zukunft gestalten“, so Wildfeuer.

Auch dem frisch gewählten dbb Bundesvorsitzenden Klaus Dauderstädt sprach die dbb bundesfrauenvertretung das Vertrauen aus: „Ich bin mir sicher, dass der dbb mit Klaus Dauderstädt an der Spitze die Verschmelzung von Tarifunion und Beamtenbund im Sinne aller – auch der weiblichen Mitglieder – zum Erfolg führen wird. Gemeinsames Ziel muss es sein, einen zukunftsfähigen öffentlichen Dienst zu gestalten, der für Männer und Frauen in jeder Phase ihres Berufslebens attraktive berufliche Perspektiven bietet“, sagte Helene Wildfeuer am Wahlabend des dbb Gewerkschaftstages.

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