Streik bei Radio Bremen und Bremedia: Sendungen fallen aus, Beschäftigte fordern besseres Tarifangebot

29.10.2022/VRFF-Bremen/Bremen: Mehr als 100 Beschäftigte von Radio Bremen und Bremedia haben am Freitagabend die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaften VRFF und DJV hatten unter anderem dazu aufgerufen. Drei Stunden lang fielen mehrere Programme von Radio Bremen ganz oder teilweise aus.

So konnten die Fernsehsendungen „buten un binnen um 6“, „buten un binnen“ und „Sportblitz“ nicht ausgestrahlt und teilweise auch nicht aufgezeichnet werden. Im Hörfunk legten Moderatoren bei „Bremen Eins“ und „Bremen Vier“ die Arbeit einige Zeit nieder. In den Hörfunknachrichten entfiel die Rundschau um 17 Uhr, in drei Hörfunkprogrammen wurden zusammengeschaltete kurze Nachrichten gesendet. Die Aufzeichnung der Talkshow von „3nach9“ verzögerte sich bis in den späten Abend. Auch die Onlineangebote waren betroffen. Es war der erste Streik seit Jahren bei der Rundfunkanstalt.

„Wir fordern von den Arbeitgebern ein seriöses Angebot, welches den Anstieg der Inflation in diesem und dem nächsten Jahr berücksichtigt“, so Sven Kuhnen, Sprecher der DJV-Betriebsgruppe bei Radio Bremen. Bisher habe Radio Bremen nur ein Einmalzahlung angeboten – oder ein zu niedriges Angebot mit einer zu langen Laufzeit. „Besonders Beschäftigte mit kleinen Gehältern haben schon jetzt richtig zu knapsen, da muss ein besseres Angebot auch der Bremedia her“, so Peter Winne, Sprecher von VRFF. Beide Gewerkschaften zeigten sich mit dem Streik zufrieden: „Das war ein schöner Erfolg“, so beide einmütig.

VRFF und DJV