VRFF-Stand auf dem Herbsttreffen der Medienfrauen 2005

 

18.11.2005/vrff/HOL/Berlin: Als „absolut erfolgreich“ bezeichnete Astrid Hollmann den Stand der VRFF beim Herbsttreffen der Medienfrauen vom 11.11. – 13.11 2005 bei der Deutschen Welle in Bonn. Zwischen Vorträgen, Workshops, Intendantenbuffet und Kabarett hatte sich die VRFF erstmals mit einem Stand präsentiert. Rund 250 Frauen nahmen an der Veranstaltung teil und waren nicht nur auf den Preisträger der „Sauren Gurke“ neugierig, sondern auch auf den Stand der VRFF. „Ticken Frauen anders“ war der provokante Titel des Ein- führungsvortragesmartignon am ersten Tag. „Ja“ hieß die Antwort der Mathematik- professorin Laura Martignon die in einem fundierten und humorvollen Vortrag dieser Frage auf den Grund ging.

Die Workshops entsprachen klar der inter- nationalen Ausrichtung der Gastgeberin, der Deutschen Welle. So ging es nicht nur um Video-Journalismus und Stimmübungen, sondern auch um Frauen im arabischen Rund- funk und Frauen im Medienmanagement in Asien und Afrika. In einem Workshop ging es um die Frage, wie und ob es mit der internationalen Frauenpolitik weitergeht. In einem anderen Workshop diskutierten Journalistinnen über ihre Situation in den Balkanländern.

Insgesamt wurde die Präsenz von Frauen in den Medien scharf unter die Lupe genommen. Irmela Hannover stellte eine Studie zum Frauen und Familienbild in deutschen und internationalen Medien vor. Das Ergebnis: das Bild der Frau im Fernsehen ist weit weg von der Realität – nicht nur im „Tatort“.

„Mehr Frauen in die Sprache“ forderte Friederike Braun. Denn die Antwort auf die Frage, wen sich jemand als KANDIDATEN vorstellen kann, ist meistens männ- lich. „Die Frage nach man oder frau in der Sprache ist mehr als Sprachkos- metik“, so Braun und empfahl auch gleich eine Broschüre dazu.

bettermannNeben all den interessanten und anregenden Workshops gab es Grußworte von Erik Bettermann, Intendant der Deutschen Welle. Monika Griefahn, langjährige Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für Kultur und Medien und Bärbel Dieckmann, Oberbürger- meisterin der Stadt Bonn. Alle betonten die Bedeutung der Beteiligung von Frauen in allen Bereichen der Gesellschaft.

 

Auch das Abendprogramm griff mit den Bodenkosmetikerinnen die internationale bodenkosmetikerinAusrichtung des Herbsttreffens auf und war mehr als nur ein Frauenkabarett. Unter dem Motto „Mit guten Deutschkenntnissen und orientalisch-exotischem Akzent“ vermittelten Nursel und Serdil zwischen Kartoffel und Fladenbrot. Eine Kollegin vom ORF wurde kurzerhand als Sultanine auf die Bühne geholt und die Stimmung war auf dem Höhepunkt.

 

GurkeZum Schluss wurde, wie jedes Jahr, die “ Saure Gurkeverliehen. Die Jury kürte den Norddeutschen Rundfunk (NDR) für sein Jahreswerk. Begründung: „…der NDR überzeugte mit einem rasanten Abbau an Qualitätsstandards und unerwarteten Rückgriffen auf chauvinistische Klischees“.

Weitere Infos und die Dokumentation der Veranstaltung für VRFF-Mitglieder erhalten Sie bei unserer Bundesgleichstellungsbeauftragten Astrid Hollmann.


Das nächste Herbsttreffen der Medienfrauen richtet der Bayerische Rundfunk in München aus und wird voraussichtlich am 2. Wochenende im November 2006 stattfinden.

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Astrid Hollmann und Christel Groneberg am VRFF-Stand