Wir machen Frauen stark Rosen von der VRFF zum Weltfrauentag 2006

Eichbladt_Rose108.03.2006/vrff/HOL/Berlin: In vielen Betriebsgruppen der VRFF wurden am 08.03.2006 Aktionen zum internationalen Weltfrauentag gestartet. Allein im ZDF wurden 1500 Rosen an Frauen verteilt. Hier hatte der Bundesvorsitzende der VRFF, Ulrich Eichbladt persönlich die Blumen überreicht. Eichbladt sagte zu diesem Anlass: „Ich wünsche mir noch mehr Frauen in gewerkschaftlicher Arbeit. Hier können Frauen aktiv Veränderungen für sich gestalten. Frauen bringen neue Sichtweisen in die Arbeitswelt und das gesellschaftliche Leben.“

Blumenfoto_WDRAuch in der Deutschen Welle Berlin und im WDR wurden von Kolleginnen und Kollegen der VRFF Rosen an Mitar- beiterinnen überreicht. Zudem war jeder Arbeitskollege dazu aufgerufen, einer Arbeitskollegin ein Rose zu schenken – als Zeichen der Annerkennung und Verbundenheit im Bemühen um Chancengleichheit – denn es war Weltfrauentag. Markus Schramm von der Betriebsgruppe WDR überreichte eine Rose an Ulrike Bosler.

Per Gesetz sind Frauen und Männer heute gleichgestellt. Das war nicht immer so. Der internationale Frauentag hat viel dazu beigetragen. Die Wurzel des internationalen Frauentages liegen über 100 Jahre zurück.

Er hat nicht eine, sondern mehrere Mütter. Als einer seiner historischen Wurzeln gilt der Protest New Yorker Arbeiterinnen, die 1857 gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für gleichen Lohn demonstrierten.
Am 8. März 1908 gingen Frauen in der gleichen Stadt auch für das Frauenwahlrecht auf die Straße. US-amerikanische Sozialistinnen nehmen diese Proteste zum Anlass und bestimmen den letzten Februarsonntag zum Aktionstag für Frauenwahlrecht und Sozialismus.
Aus einem nationalen wird ein internationaler Tag: 1910 wird der internationale Frauentag auf der 2. sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen ins Leben gerufen und beschlossen.
Damals ging es hauptsächlich um das Frauenwahlrecht – um das Recht, Politik zu machen.
Der Tag erfährt durch die Weltkriege und im geteilten Deutschland eine wechselvolle Geschichte.
Als „Beleidigung der Obrigkeit“ `bezeichnet der Berliner Polizeipräsident ein Plakat, mit dem Sozialistinnen 1914 für den Internationalen Frauentag werben. Der Text:
„Heraus mit dem Frauenwahlrecht“.
Nachdem das Datum für den Tag im Laufe des Jahrhunderts immer mal wechselte, wird der 8. März im Jahr der Frau 1975 offiziell von der UNO als Internationaler Frauentag gewürdigt.
(Quelle: Deutscher Frauenrat)

Frauen dürfen heute in den meisten Ländern der Erde wählen und ca. 31% der Abgeordneten im Deutschen Bundestag sind in dieser Legislaturperiode weiblich.

Heute heißt das Schlagwort Chancengleichheit, das Prinzip Gender Mainstreaming.
Frau und Mann sollen bei der Karriere- und Familienplanung gleiche Chancen haben. Das Geschlecht soll bei allen Vorhaben und Entscheidungen beachtet werden.

Der Weltfrauentag soll daran erinnern, dass die Rechte der Frauen beachtet und ihre Gleichstellung in allen Ländern und in allen Bereichen, beruflich wie privat, tatsächlich umgesetzt werden. Die Praxis weicht leider nicht nur in den Entwicklungsländern häufig von der Zielvorgabe ab. Dabei bietet die Beachtung der unterschiedlichen Interessen und Kompetenzen der Geschlechter ein Chancen für alle.

Bei weiteren Fragen gerne

Ihre und Eure Astrid Hollmann
Gleichstellungsbeauftragte
der VRFF die Mediengewerkschaft