Wir trauern um Nelson Mandela

06.12.2013/VRFF/ABR/Köln:

Eine große Inspiration für viele von uns, ein unermüdlicher Kämpfer für Menschenrechte und Freiheit ist gestern verstorben, Nelson Mandela.

„Nicht die Gewehrkugeln und Generäle machen Geschichte, sondern die Massen“ – so warb er für einen gewaltfreien Kampf gegen Rassentrennung und Rassismus und erreichte am Ende, was niemand für möglich hielt: ein gleichheitsorientiertes, demokratisches Südafrika.
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Mandela wurde der erste schwarze Präsident in der Geschichte Südafrikas nachdem er fast drei Jahrzehnte hinter Gittern verbrachte, davon 18 Jahre auf der berüchtigten Gefangeneninsel Robben Island. Als Präsident führte er beispielsweise eine kostenfreie primäre Gesundheitsfürsorge für ALLE Südafrikaner ein, die Haushalte von rund zwei Millionen Menschen wurden an das Stromnetz angeschlossen, drei Millionen erhielten einen Wasseranschluss, 750.000 Häuser wurden neu gebaut. Für uns in Deutschland war das alles selbstverständlich, im Südafrika der Apartheid fast ausschließlich der weißen Minderheit vorbehalten – dies änderte Mandela. Aber auch nach seiner Zeit als Präsident war er weiter aktiv, betätigte sich als Anwalt für soziale und Menschenrechtsorganisationen, gründete eine Stiftung, die kostenlos Medikamente an HIV-Infizierte verteilt und erhielt viele hochrangige Auszeichnungen, unter anderem den Friedensnobelpreis.

Es ist nur verständlich, dass Mandela auch für viele Gewerkschaftler ein großes Vorbild ist, denn wir versuchen im Kleinen umzusetzen, was er im Großen angestoßen hat. Auch wir wünschen uns Betriebe und Unternehmen, in denen Gleichberechtigung, Respekt und Arbeitnehmerrechte gelebt werden, in denen es keine Rolle spielt, woher wir kommen oder was wir sind.

Danke, Nelson Mandela – für deine Visionen, dein Wirken, deine Moral! Du wirst immer eine Inspiration bleiben …