Zum Weltfrauentag 2008

Per Gesetz sind Frauen und Männer heute gleichgestellt. Das war nicht immer so. Der internationale Frauentag hat viel dazu beigetragen. Die Wurzel des inter- nationalen Frauentages liegen über 100 Jahre zurück.

Er hat nicht eine, sondern mehrere Mütter. Als einer seiner historischen Wurzeln gilt der Protest New Yorker Arbeiterinnen, die 1857 gegen unmenschliche Ar- beitsbedingungen und für gleichen Lohn demonstrierten.
Am 8. März 1908 gingen Frauen in der gleichen Stadt auch für das Frauenwahl- recht auf die Straße. US-amerikanische Sozialistinnen nehmen diese Proteste zum Anlass und bestimmen den letzten Februarsonntag zum Aktionstag für Frauenwahlrecht und Sozialismus.
Aus einem nationalen wird ein internationaler Tag: 1910 wird der internationale Frauentag auf der 2. sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen ins Leben gerufen und beschlossen.
Damals ging es hauptsächlich um das Frauenwahlrecht – um das Recht, Politik zu machen.
Der Tag erfährt durch die Weltkriege und im geteilten Deutschland eine wechsel- volle Geschichte.
Als „Beleidigung der Obrigkeit“ `bezeichnet der Berliner Polizeipräsident ein Plakat, mit dem Sozialistinnen 1914 für den Internationalen Frauentag werben. Der Text:
„Heraus mit dem Frauenwahlrecht“.
Nachdem das Datum für den Tag im Laufe des Jahrhunderts immer mal wechsel- te, wird der 8. März im Jahr der Frau 1975 offiziell von der UNO als Internationaler Frauentag gewürdigt.
(Quelle: Deutscher Frauenrat)

Frauen dürfen heute in den meisten Ländern der Erde wählen und ca. 31% der Abgeordneten im Deutschen Bundestag sind in dieser Legislaturperiode weiblich.

Heute heißt das Schlagwort Chancengleichheit, das Prinzip Gender Mainstreaming.
Frau und Mann sollen bei der Karriere- und Familienplanung gleiche Chancen haben. Das Geschlecht soll bei allen Vorhaben und Entscheidungen beachtet werden.

Der Weltfrauentag soll daran erinnern, dass die Rechte der Frauen beachtet und ihre Gleichstellung in allen Ländern und in allen Bereichen, beruflich wie privat, tatsächlich umgesetzt werden. Die Praxis weicht leider nicht nur in den Ent- wicklungsländern häufig von der Zielvorgabe ab. Dabei bietet die Beachtung der unterschiedlichen Interessen und Kompetenzen der Geschlechter ein Chancen für alle.

Bei weiteren Fragen gerne

Ihre und Eure Astrid Hollmann
Gleichstellungsbeauftragte
der VRFF die Mediengewerkschaft