Zwangs-Tarifeinheit – Ein klares NEIN!

15.11.2013/dbb-VRFF/ABR/Köln:
Tarifknast
russ
Die VRFF Die Mediengewerkschaft lehnt, wie auch der dbb beamtenbund und tarifunion, eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit weiterhin ab. „Zwangs-Tarifeinheit ist verfassungsfeindlich“, sagte Willi Russ, Fachvorstand Tarifpolitik und Zweiter Vorsitzender des dbb, am 14. November 2013 auf dem Bundesgewerkschaftstag der Deutschen Justiz-Gewerkschaft (DJG) in Berlin. „Wir wollen eine vernünftige Tarifpolitik mit einer Selbstregulierung der Tarifpartner. Dafür brauchen wir kein Gesetz“, so Russ.

 

 

Das Modell von DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) und BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) – ein Betrieb, ein Tarifvertrag, eine Gewerkschaft – wäre ein „Frontalangriff auf die Gewerkschaften des dbb“, stellte Russ fest. „Wenn das kommt, hat die Politik eine rote Linie überschritten.“ Der dbb als gewerkschaftlicher Dachverband würde dies mit allen rechtlichen Mitteln bis hin zum Gang nach Karlsruhe, aber auch mit anderen politischen Maßnahmen bekämpfen, kündigte der Vize an.

Selbstverständlich wird diese Aussage des Dachverbandes, in dem die VRFF Die Mediengewerkschaft als Fachgewerkschaft organisiert ist, von ihr, wie auch in der Vergangenheit, entsprechend unterstützt. Bereits im Jahr 2011 haben Mitglieder der VRFF gemeinsam mit Mitgliedern anderer dbb-Fachgewerkschaften gegen den „Tarifknast“ bei einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt in Berlin „demonstriert“.

DemoBundeskanzleramtTarifknast
„Wir werden nicht müde, unser klares NEIN zu einer Zwangs-Tarifeinheit überall dort zu platzieren, wo es möglich und erforderlich ist, um unseren Dachverband bei seinen Bemühungen diesbezüglich zu unterstützen“, so Ulrich Eichbladt, Bundesvorsitzender der VRFF Die Mediengewerkschaft.