Berlin – 01.06.2026: Im Vorfeld zur Verleihung des Deutschen Filmpreises haben sich Ende Mai Vertreterinnen aus Politik, Filmwirtschaft und Medien mit Kulturschaffenden im Bundestag in Berlin getroffen. Sinn und Zweck: Ein Austausch über die aktuelle Situation und die Zukunft der deutschen Film- und Medienlandschaft. Ein weiteres wichtiges Thema waren die aus Sicht der Branche erforderlichen Reformen in der Kultur- und Filmförderung. Die aktuellen Pläne dazu stellte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) vor – wie beispielsweise eine Verdopplung der Filmfördermittel.
Beim „Filmtalk unter der Kuppel“ diskutierten unter anderem Veronica Ferres, Gründerin und Produzentin von Construction Film, sowie Martin Bachmann von der Constantin Film AG über Herausforderungen und Chancen in der deutschen Filmbranche. Ihre Kritik: Auch kleinere Produktionsfirmen müssten Chancen auf Fördermittel erhalten und die Rahmenbedingungen auch für große Produktionen in Deutschland seien zu verbessern.
Was in der Diskussion jedoch fehlte: Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Menschen, die die Filme machen, also Kameraleute, Schauspieler, Beleuchter, Tonmeister – alle Künstler und Handwerker einer Produktion. Denn hier gibt es erheblichen Verbesserungsbedarf, auch in Form von fairen, bindenden Tarifverträgen.
„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die Debatte über die Zukunft von Film, Medien und öffentlich-rechtlichem Rundfunk zunehmend zusammenwächst“, stellt Uwe Tapken, stellvertretender Bundesvorsitzender der VRFF Die Mediengewerkschaft fest. „Und: Eine starke Interessenvertretung von Medienschaffenden für Medienschaffende ist offensichtlich wichtiger denn je.“
Foto: Anja Weisgerber (CSU) und Schauspielerin und Produzentin Veronica Ferres auf dem Filmempfang in Berlin. (c) VRFF/UTapken
