Stuttgart – 18.05.2026: Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder,
die Tarifparteien VRFF und SWR haben sich heute zu einer weiteren Verhandlungsrunde getroffen. Das neue Angebot beläuft sich ab 01.01.2027 auf +1.5%, ab 01.01.2028 auf weitere +1.5%.
Diese beiden Erhöhungen sollen bei einer Beitragserhöhung auf jeweils 2.0% aufgestockt werden.
Die Laufzeit bleibt unverändert bei langen 35 Monaten.
Im Vergleich hat der Öffentliche Dienst für 27 Monate mit insgesamt 5,8% abgeschlossen.
Davon sind wir meilenweit entfernt.
Betrachtet man dazu die aktuelle Inflationsrate von 2.9% würden wir einen deutlichen Reallohnverlust hinnehmen müssen.
Dazu droht der SWR auch noch mit Entlassungen, wenn die VRFF weiterhin an ihrer Forderung von 7% auf 12 Monate festhält.
Wir orientieren uns weiterhin an dem Abschluss des Öffentlichen Dienstes und haben deutlich gemacht, dass eine fehlende Gehaltssteigerung für das Jahr 2026 bei diesen Tarifverhandlungen für uns absolut inakzeptabel ist.
Das Bundesverfassungsgericht hat für den 23.06.2026 eine mündliche Verhandlung zur Beitragserhöhung anberaumt, an der VRFF-Mitglieder beobachtend anwesend sein werden.
Nach dieser Gerichtsverhandlung werden wir mit dem SWR zeitnah in den weiteren Austausch gehen.
In diesen Zeiten ist es umso wichtiger, einen guten Abschluss zu erzielen – egal, ob der Rundfunkbeitrag steigt oder nicht.
Denn die gute Arbeit, die wir leisten, muss auch entsprechend vergütet werden.
Für die VRFF-Tarifkommission im SWR
Andreas Hemminger und Dominik Henle
