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10. Juni 2026Köln, 10.06.2026 – Die VRFF Die Mediengewerkschaft hat nach intensiven Verhandlungen mit dem WDR am Dienstagabend eine Tarifeinigung erzielt. Die ebenfalls verhandelnden Gewerkschaften ver.di, DJV und unisono hatten nach fünf Stunden ihre parallellaufende Verhandlung nicht weitergeführt – trotz Kenntnis über die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen WDR und VRFF. Der Abschluss zwischen VRFF und WDR sieht bei einer Laufzeit von 35 Monaten Vergütungssteigerungen von insgesamt bis zu 5,73 Prozent vor.Die vereinbarten Entgelterhöhungen umfassen:* 1,23 Prozent rückwirkend zum 1. Februar 2026,* 2,0 Prozent ab dem 1. Februar 2027,* 1,0 Prozent ab dem 1. Februar 2028,* weitere 1,0 Prozent ab dem 1. Februar 2028 vorbehaltlich der Ausarbeitung einer ARD-Entsendungsregelung sowie* zusätzliche 0,5 Prozent ab dem 1. Februar 2028 für den Fall einer Erhöhung des Rundfunkbeitrags infolge des noch ausstehenden Urteils des Bundesverfassungsgerichts.Die Vergütungen der Auszubildenden werden entsprechend angehoben.Ein wesentlicher Verhandlungserfolg aus Sicht der VRFF ist die deutliche Reduzierung des ursprünglich an eine Beitragserhöhung gekoppelten variablen Anteils. Dieser konnte von zunächst 2,0 Prozent auf 0,5 Prozent abgesenkt werden.Die vorgesehene ARD-Entsendungsregelung soll künftig den zeitweisen Einsatz von Beschäftigten in anderen ARD-Anstalten unter festgelegten Rahmenbedingungen ermöglichen. Die Ausgestaltung erfolgt auf gewerkschaftlicher Bundesebene und orientiert sich an bestehenden Regelungen im öffentlichen Dienst.„Angesichts der erheblichen Sparvorgaben waren die Verhandlungen alles andere als einfach. Umso wichtiger ist, dass wir für die Beschäftigten reale Einkommenssteigerungen erreichen, trotz der bisher ausbleibenden Beitragserhöhung. Wir wollten Leermonate vermeiden und sind damit auch dem Wunsch unserer Mitglieder nachgekommen, dass die Tarifverhandlungen nicht wieder über ein Jahr dauern, sondern konstruktive und zielführende Verhandlungen stattfinden, mit dem Ergebnis einer linearen Steigerung ab Laufzeitbeginn“, erklärt Matthias Kopatz, Verhandlungsführer der VRFF WDR.Damit hat die VRFF ein Novum beim WDR geschaffen, als alleinige Gewerkschaft einen Tarifabschluss durchzuführen. Bekannt ist, dass die VRFF parallele Tarifverhandlungen zu den anderen Gewerkschaften führt, da sich die Gewerkschaft ver.di weigert gemeinsam mit der VRFF zu verhandeln. „Ein alleiniger Abschluss war sicherlich nicht unser Ziel. Als die Arbeitgeberseite angedeutet hat, dass am heutigen Tag ein Abschluss möglich sei, haben wir selbstverständlich weiterverhandelt. Warum die anderen Gewerkschaften DJV, Unisono und ver.di ihre Verhandlungen nicht weitergeführt haben, ist für mich nicht nachvollziehbar. Schließlich hat die Arbeitgeberseite sie extra noch über die fortlaufenden Verhandlungen mit der VRFF informiert“, so Christian Gesch, Verhandlungsführer der VRFF Beitragsservice.Die VRFF ist überzeugt, dass beide Seiten unter den gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen die Grenzen des Machbaren ausgelotet haben. Gleichzeitig war es der Gewerkschaft wichtig, die Interessen der WDR-Beschäftigten eigenständig zu vertreten und nicht auf Abschlüsse anderer Landesrundfunkanstalten angewiesen zu sein.Die Tarifeinigung steht unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung. [...] Weiterlesen...
8. Juni 2026Köln (ots), 08.06.2026 – Die VRFF hat für Montag, 8. Juni, ab 2.00 Uhr früh, erneut zu einem 24-stündigen Warnstreik im Westdeutschen Rundfunk (WDR) aufgerufen. Grund ist die fünfte Verhandlungsrunde mit dem Sender am darauffolgenden Dienstag. Denn nach einer ergebnislosen vierten Verhandlungsrunde Ende April scheint die Arbeitgeberseite auch jetzt ein nur marginal verbessertes Angebot vorlegen zu wollen. Verärgerung macht sich breit in der VRFF in WDR und Beitragsservice (ZBS). Denn auch nach der letzten Verhandlungsrunde am 29. April 2026 hat die Geschäftsleitung des Funkhauses weder ein verbessertes Angebot bezüglich der prozentualen Steigerung der Gehälter angekündigt, noch ist sie bisher auf die Nebenforderungen der Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden eingegangen. Nach wie vor gilt daher das Angebot einer Nullrunde für 2026, mit einer Steigerung von 1% ab Januar 2027 plus 1% ab Januar 2028 und einer Laufzeit von knapp drei Jahren. Würde die von der KEF empfohlene Erhöhung des Rundfunkbeitrags noch kommen, würden die Steigerungen auf jeweils 2% pro Jahr steigen. Selbst wenn diese Steigerung käme: In Anbetracht der erheblichen Verteuerung der Lebenshaltungskosten seit Beginn des Jahres und der weiter steigenden Inflation sind eine Nullrunde und die avisierten Steigerungen deutlich zu wenig. Denn die Wirtschaftsweisen gehen von 3% Inflation im Jahr 2026 aus; Tendenz steigend. „Selbst die KEF, auf die der WDR in jeder Verhandlungsrunde gerne verweist, und die laut dem Funkhaus sogar ‚mit am Tisch säße‘, hält Personalkostensteigerungen von 2,46% für angemessen“, erklärt Matthias Kopatz, VRFF-Verhandlungsführer im WDR und stellvertretender Vorsitzender der VRFF-Bundestarifkommission. Aufgrund der stark gestiegenen Lebenshaltungskosten fordert die VRFF 6% mehr Lohn, auf 12 Monate, mit einer Mindestanhebung um 300 Euro, und das nahtlos, also ohne Leermonate. Sein dürftiges Angebot von nicht einmal 0,7% pro Jahr verteidigt der WDR bisher. Doch der Haushaltsplan des Senders unter Federführung von Intendantin Katrin Vernau hat bisher immer ein wirtschaftliches Plus ausgewiesen. „Bei all dem Geld, das in den Digitalen Wandel, die Infostrategie, die Erneuerung und Sanierung diverser Immobilien und deren technischer Ausstattung investiert wird, kann es nicht sein, dass die Mitarbeitenden bei immer höherer Arbeitsbelastung eine Nullrunde fahren sollen,“ so Stephan Gans, Streikbeauftragter der VRFF im WDR. Die Gründe für das magere Angebot des Funkhauses sind für die Mediengewerkschaft VRFF nicht nachvollziehbar. Wenn etwas den Etat des Westdeutschen Rundfunks belastet hat, dann sind es, laut Gans, teure Rentenrückstellungen für die Geschäftsleitung, überhöhte außertarifliche Gehälter und explodierende Immobilienkosten. „Das alles liegt in der Entscheidungsmacht der Geschäftsleitung und darf nicht auf dem Rücken des Personals ausgetragen werden“, hält der VRFF-Streikbeauftragte fest. Zu den WDR-Entscheidungen zählt auch die Halbierung des Programmportfolios des Senders von 600 auf 300 Angebote, die gerade begonnen hat. Auch deshalb sei nicht nachvollziehbar für die VRFF, dass bei all den Einsparungen nicht mindestens eine akzeptable tarifliche Steigerung für die Beschäftigten möglich sein soll. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 09.06.2026 angesetzt, zu der der WDR sogar „Open End“ eingeladen hat. Denn die Geschäftsleitung wünscht an diesem Tag einen Abschluss; weshalb sich die VRFF-Mitglieder gezwungen sehen, ihrer Verärgerung noch einmal Luft zu machen. Der Warnstreik im Westdeutschen Rundfunk, so die Mediengewerkschaft, beginnt am 8. Juni um 2:00 Uhr früh und dauert 24 Stunden. Von 9:00 bis circa 14:00 Uhr findet dazu eine Kundgebung statt am Mausdenkmal vor dem Vierscheibenhaus des WDR. [...] Weiterlesen...
1. Mai 2026Köln, 01.05.2026 – Der von mehreren Gewerkschaften mitgetragene Warnstreik der VRFF im WDR am gestrigen 30.04. hat Wirkung gezeigt: Zahlreiche Regionalprogramme wie die Lokalzeit Aachen, Bielefeld, Düsseldorf, Münster und Köln fielen aus, und das landesweite Nachrichtenmagazin „Aktuelle Stunde“ und „WDR aktuell“ wurden – wie bereits bei den letzten Streiks vor zwei Jahren – in das Fernsehstudio 44p in Köln-Mülheim ausgelagert. „Das ist ein kostspieliger Versuch, die Streiks im WDR unsichtbar zu machen,“ erläutert Stephan Gans, VRFF-Streikleiter im WDR. Zusätzlich zu den Arbeitsniederlegungen ab 2:00 Uhr Donnerstagfrüh hatten sich um 10:00 Uhr mehr als 150 Streikende von WDR und Beitragsservice am Mausdenkmal vor dem Vierscheibenhaus in Köln versammelt, in dem die Intendanz und die Verwaltung des WDR sitzen. Gemeinsam machten sie ihrem Unmut Luft, der sich durch die zähe Verhandlungsrunde und das unverändert schlechte Angebot am Tag davor unter den Beschäftigten breit gemacht hatte. Parallel zur Kundgebung hielt die Geschäftsleitung des WDR einen virtuellen Infotermin über die strategische Zukunftsausrichtung des Funkhauses ab, in dem der Warnstreik unerwähnt blieb – als wollten sie die Streikenden ignorieren. Die VRFF prangert jedoch ganz andere Dinge an: Dass der WDR in der aktuellen wirtschaftlichen Lage seinen Mitarbeitenden tatsächlich eine Nullrunde in diesem Jahr zumuten will, obwohl Gelder wohl vorhanden sind. Denn der gerade abgeordnete Direktor Jörg Schönenborn wird bis April 2029 – bei fortgesetzter voller Gehaltszahlung durch den WDR – im NDR die „Tagesthemen“ moderieren. „Das ist nicht nur ein Affront gegen die Mitarbeitenden, sondern auch ein nicht nachvollziehbarer Einsatz von Liquidität, die woanders sinnvoller eingesetzt werden könnte und mehr als nur einer Personalie zu Gute käme“, erklärt Stephan Gans, VRFF-Streikleiter im WDR. „Und das ist nur ein Beispiel,“ fügt er hinzu. WDR-Intendantin Katrin Vernau hat im dwdl-Interview vom 23.04.2026 eingeräumt, dass das Direktorengehalt von Schönenborn bis April 2029 weiter vom WDR bezahlt wird und er zum NDR nur abgeordnet ist. „Allein ein Jahresgehalt Schönenborns würde ausreichen, um die von uns geforderten 5 Euro weiterer Bezuschussung des Deutschlandtickets für die aktuell 4.000 Nutzenden in WDR und Beitragsservice zu fördern – was auch ein deutliches Zeichen des Hauses für Klimafreundlichkeit wäre“, ergänzt Matthias Kopatz, VRFF-Verhandlungsführer im WDR. „Der gestrige Warnstreik hat gezeigt, dass wir gemeinsam unsere Forderungen durchsetzen können, um dem WDR zu zeigen, dass man in diesen von Krisen gebeutelten Zeiten bei einer Arbeitsverdichtung von bis zu 50% die Belegschaft nicht einfach mit monetären Lippenbekenntnissen abspeisen kann,“ so VRFF-Streikleiter Gans. „Wir möchten faire Löhne zu fairen Arbeitsbedingungen und nicht weiter von der teils zynischen Geschäftspolitik bzgl. Infostrategien und Digitalem Wandel zerdrückt werden“. [...] Weiterlesen...
30. April 2026Mainz/Köln – 30.04.2026: Im Westdeutschen Rundfunk (WDR) ist am Mittwochabend auch die vierte Tarifverhandlungsrunde Vergütung ohne akzeptables Angebot geblieben und ergebnislos verlaufen. Deshalb hat die VRFF Die Mediengewerkschaft zum Warnstreik aufgerufen am Donnerstag, 30. April 2026, ab 2:00 Uhr früh. Die zentrale Streikkundgebung findet am 30.04.2026 von 9:00 bis 14:00 Uhr in Köln statt. Die VRFF hat in einer Mitteilung die Belegschaft im WDR darüber informiert, dass die Arbeitgeberseite – trotz mehrfacher Aufforderung dazu – ihr Angebot auch in der vierten Verhandlungsrunde nicht verbessert hat. Das WDR-Angebot besteht seit Beginn der Verhandlungen im Februar unverändert aus einer Nullrunde für das Jahr 2026, einer tariflichen Steigerung von 1% für 2027 und einer weiteren von ebenfalls 1% für das Jahr 2028 – bei einer Laufzeit von fast drei Jahren. Das Angebot würde sich auf 2% für 2027 bzw. 2028 erhöhen, falls die Politik der Erhöhung des Rundfunkbeitrags zustimmt. Ob und wann dies geschieht, ist aber völlig offen. Für die Klärung der Beitragserhöhung vor dem Bundesverfassungsgericht, die ARD und ZDF anstreben, gibt es noch keinen Termin; und der Ausgang des Verfahrens ist ungewiss. „Das unternehmerische Risiko soll also voll auf jeden Mitarbeitenden im WDR für 35 Monate durchgereicht werden – in Zeiten, in denen riesige Inflationssprünge prognostiziert werden,“ sagt Matthias Kopatz, Verhandlungsführer der VRFF im WDR. Das Angebot des WDR steht sogar im Widerspruch zur Einschätzung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF), die eine „Steigerungsrate im Personalaufwand auf 3,0 % p.a.“, also pro Jahr, für den WDR empfiehlt. Selbst mit Abzug einer Art „KEF-Strafe“ für den Sender von 0,25 Prozentpunkten – weil die WDR-Geschäftsleitung in der Vergangenheit einige Empfehlungen der Kommission bewusst ignoriert hat – bleibt eine jährliche Entgeltsteigerung von 2,75 %. „Für elf Monate nichts anzubieten und dann zweimal ein Prozent ist ein Hohn für die Beschäftigten, die seit vielen Jahren unter hoher Arbeitsverdichtung leiden, während der Krisen der vergangenen Jahre sehr viel geleistet haben und seit mehr als zehn Jahren Reallohnverluste hinnehmen müssen“, erklärt Kopatz. Das sei völlig inakzeptabel. „Allein die Lebensmittelpreise sind in den vergangenen sechs Jahren um über 30% gestiegen. Wir brauchen ein verhandlungsfähiges, realistisches Angebot, eine spürbare Einkommensverbesserung und einen klaren Willen zu einem zeitnahen Abschluss“, fordert VRFF-Verhandlungsführer Matthias Kopatz. Der Streik im Westdeutschen Rundfunk, so die VRFF, ist geplant bis 2:00 Uhr früh am 1. Mai. Hier einige Impressionen: [...] Weiterlesen...
6. März 2026In Witten hat sich unser neugewählter Vorstand erstmalig nach der Mitgliederversammlung zur Klausur getroffen. Bearbeitet haben wir Themen wie den Gewerkschaftstag, unsere Kommunikation und die aktuellen Tarifverhandlungen. Passend zum letzten Punkt war unser Mitglied, Stephan Gans, als Gast dabei, um aus unserer Tarifrunde zu berichten. Gut vorbereitet steigen wir nun in den Ring für das weitere Jahr. Euer Betriebsgruppenvorstand der VRFF im WDR von links nach rechts : Nico Söllner, Sebastian Lessner, Jürgen Knipprath, Andreas Volk, Matthias Kopatz, Daniela Schmedeshagen, Stephan Gans, Kirsten Flory, Rainer Blum, Murat Onuk (Beitragsbild) [...] Weiterlesen...
15. Januar 2026Am 14. Januar 2026 fand die jährliche Mitgliederversammlung der WDR-Betriebsgruppe der VRFF im Natosaal des Kölner Funkhauses statt. Unser Betriebsgruppenvorsitzender Rainer Blum berichtete über die Arbeit des Vorstandes. Nach einer Aussprache folgte der Bericht unseres Schatzmeisters Ingo Nasemann. Der Vorstand wurde durch die anwesenden Mitglieder entlastet. Ein besonderer Dank gilt Ulrike Bosler und Natalie Weinert für ihre langjährige Tätigkeiten in verschiedenen Funktionen für unsere Betriebsgruppe. Turnusmäßig sind ein neuer Vorstand der Betriebsgruppe sowie die Delegierten für den VRFF-Gewerkschaftstag im Juni 2026 gewählt worden. Gemeinsam mit unserem Gast, der 1. Vorsitzenden der VRFF Anke Ben Rejeb, wurde engagiert über die kommende Tarifrunde mit dem WDR diskutiert. Es grüßt Euch der neue Vorstand Eurer VRFF-Betriebsgruppe im WDR mit Rainer Blum, Kirsten Flory, Jürgen Knipprath, Matthias Kopatz, Sebastian Lessner, Ingo Nasemann, Murat Onuk, Daniela Schmedeshagen, Nico Söllner und Andreas Volk [...] Weiterlesen...
8. Dezember 2025Merkt Euch den Termin! Mittwoch, 14. Januar 2026 Mitgliederversammlung in Köln Die Tagesordnung geht euch rechtzeitig per Mail zu. Wir wählen den Vorstand neu und wählen die Delegierten zum Gewerkschaftstag. Wir würden uns freuen, wenn ihr zahlreich erscheint. Eure VRFF WDR-BG [...] Weiterlesen...
3. Dezember 2025Mz – 03.12.2025: Wiener Zukunftsforscherin Lena Marie Glaser über die Zukunft der Arbeit in Öffentlich-rechtlichen Rundfunkhäusern. Es gibt Begriffe, die sagen scheinbar alles, doch wecken sie beim Einzelnen ganz unterschiedliche Assoziationen – und manchmal auch Befürchtungen und Ängste. Ein solcher ist „New Work“. Um zu klären, was sich dahinter verbirgt und was das für den Arbeitsplatz, insbesondere in Medienhäusern, bedeuten könnte, haben die VRFF-Betriebsgruppen im ZDF und im WDR die Wiener Zukunftsforscherin Lena Marie Glaser zur BlauPause eingeladen. Glaser ist die Gründerin von basically innovative. Die Arbeitswelt ist im Wandel, oder wie Glaser es in ihrem Impuls beschreibt: „Etwas verändert sich. Da war etwas Altes und es könnte etwas Neues kommen.“ Etwa die digitale Transformation, die gerade die Arbeitswelt umkrempelt. Diese biete einerseits natürlich viel große Möglichkeiten. Sie bedeutet aber auch ständige Erreichbarkeit, schnelleres und verdichteteres Arbeiten und nicht selten daraus resultierend: Erschöpfung. Auch das zunehmende Einsickern von KI in den Arbeitsalltag kann für Ängste sorgen. „Etwa die Sorge ersetzt zu werden“, sagt Glaser. Das Thema KI tauche immer wieder in Zusammenhang mit Stellenabbau auf, „eine große Diskussion, die auch nicht mehr abebbt“. Die Pandemie gab einen Vorgeschmack darauf, wie sich Arbeitsräume verändern können. Plötzlich saß die halbe Republik im Home-Office – ein Begriff, der seinerzeit praktisch synonym zu „New Work“ verwendet wurde. Inzwischen bauen zahlreiche Unternehmen wieder zurück, locken Mitarbeitende zurück ins Büro. Nicht selten wird dies jedoch als Ausdruck von Kontrolle und Misstrauen von den Beschäftigten wahrgenommen. Und diese und nicht nur die häufig zu Unrecht gescholtene „Gen Z“ fordern seit längerem ein anderes Arbeiten ein. „Das wird auch nicht mehr weggehen“, beschreibt Glaser. Was tun die Unternehmen? Bunte Büros mit Tischkickern, kostenlosen Obstkörben und Mitarbeiter-Events schossen mit einem Mal wie Pilze aus dem Boden. Weiterbildung rückte in den Fokus, ebenso flexible Arbeitsräume – Stichwort: Shared desk oder clean policy – oder die vielzitierten flachen Hierarchen. Die Frage dabei blieb nur: Was genau ist das? Und wollen die Jungen keine Hierarchien mehr? Obwohl der große Hype vorbei zu sein scheint, rät Glaser Unternehmen, das Thema New Work nicht ad acta zu legen, sondern vielmehr als Chance zu begreifen, eine Arbeitskultur auf Augenhöhe zu schaffen, sprich: echte Partizipation. Das könnte bedeuten, das Wissen der Vielen in Entscheidungen einzubinden. „Das ist ein großer Schatz für Organisationen“, so Glaser, „dies zu nutzen, in den Austausch zu kommen und mitzugestalten“. Das Thema Vereinbarkeit ist ein weiteres, das in den Fokus rutscht, zunehmend auch bei Männern, beispielsweise bei der Care-Arbeit oder der Balance zwischen Arbeit und Privatem wie sozialem Engagement. Ebenfalls wichtig für viele Arbeitnehmende ist mentale Gesundheit. „Dies ist ebenfalls stark gewünscht“, weiß Glaser. „Gemeinsam und kreativ Lösungen erarbeiten“, sei ein Punkt, den Glaser als „Freiräume für neue Ideen“ umschreibt – auch in Sachen Fehlerkultur. „Das ist ein wichtiger Mehrwert, wenn man die Belegschaft mitnimmt.“ Doch wie schaut es in der Praxis aus? Gerade in Sachen Partizipation klaffen Zielentwicklung und Methode durchaus weit auseinander, wie ein Teilnehmer anmerkt. Bei der Beteiligung habe er festgestellt, dass die Mitbestimmung oft zurückgefahren werde. Glaser erklärt dies als Unklarheit, die in den Führungsetagen vorherrsche, über das, was der Beteiligungsprozess bringen könnte. „Wenn man alle mitreden lässt, macht am Ende keiner mehr mit.“ Gerade in gewachsenen Strukturen seien Hierarchien noch vielfach gelebte Praxis. Da löse Partizipation mitunter Unsicherheit aus. Wichtig sei es, so Glaser, dass Änderungsvorschläge nicht nur von den Führungsebenen angeleiert würden. Zudem müssten zeitliche Ressourcen geschaffen werden. „Das darf nicht zum Hobby werden.“ Nur so würde auch ein Mehrwert für die Organisation bzw. das Unternehmen geschaffen. Ein Beispiel könnte ein Netzwerk New Work sein, schlug die BG-Vorsitzende der VRFF im ZDF vor. Etwas Ähnliches scheint beim ZDF derzeit in Planung zu sein. Im Rahmen eines „New Work Café“ plane das Unternehmen ab 2026 den Beschäftigten eine Plattform zu bieten, selbst Ideen einzubringen. Denn: Will man die Beschäftigten in den notwendigen Prozessen mitnehmen, sollte New Work keine „von oben“ getriebene Entwicklung sein, so Glaser. Für sie sind die Erfolgsaussichten am größten, wenn alle Ebenen einbezogen werden. „Das ist eine riesengroße Chance. Bei großen Unternehmen gibt es viele, die etwas verändern wollen.“ Also praktisch New Work von unten, indem man die Mitarbeitenden dort abholt, wo sie sind. Geschehe dies nicht, sei vielfach eine gewisse Frustration deutlich zu spüren. (ann) [...] Weiterlesen...
19. September 2025Zu einer zweitägigen Klausur traf sich euer Vorstand der WDR-Betriebsgruppe in Haltern. Auf der Tagesordnung standen vor allem die Planung für die Termine und Aktionen für das kommende Jahr, sowie die personelle Zusammensetzung des Gremiums. Wir bedanken uns herzlichst bei Benedikt Ahrends, der aus persönlichen Gründen unseren Vorstand verlassen hat und begrüßen Nico Söllner, den wir für unsere Arbeit gewinnen konnten. Mit zwei Tagen intensiven Austausches setzen wir Impulse für die Arbeit im nächsten Jahr. Eurer Vorstand der VRFF-Betriebsgruppe im WDR Rainer Blum, Kirsten Flory, Jürgen Knipprath, Matthias Kopatz, Sebastian Lessner, Ingo Nasemann, Daniela Schmedeshagen, Nico Söllner, Andreas Volk und Natalie Weinert [...] Weiterlesen...
10. April 2025Köln – 10.04.2025: 60 Jahre VRFF – 35 Jahre VRFF Betriebsgruppe im WDR Zur gestrigen jährlichen Mitgliederversammlung der WDR-Betriebsgruppe des VRFF trafen sich zahlreiche Mitglieder im Natosaal des Kölner Funkhauses. Rainer Blum als Vorsitzender berichtete über die Arbeit des Vorstandes. Nach einer Aussprache folgte der Bericht unseres Schatzmeisters Ingo Nasemann, sowie des Kassenprüfers Michael Ehlenbeck. Der Vorstand wurde einstimmig durch die anwesenden Mitglieder entlastet. Gemeinsam mit unserer Ehrenvorsitzenden Angelika Pirwitz, wurde auf die abgeschlossene Tarifrunde 2024/25 geschaut und über die kommenden Verhandlungen 2026 mit dem WDR diskutiert. Ein riesen Dank ging dabei an die Mitglieder der Tarifkommission für ihren starken Einsatz in den 14 Monaten der Tarifverhandlungen. Für seinen besonderen Einsatz als Wahlvorstand bei Personalratswahlen wurde Edgar Welling geehrt. Ein besonderer Dank gilt auch Ulrike Bosler für ihre langjährige Arbeit im Vorstand. Sie legt aus privaten Gründen ihr Amt als Beisitzerin nieder. Als neue Beisitzerinnen im Vorstand unserer Betriebsgruppe wurden Kirsten Flory und Daniela Schmedeshagen, sowie Sebastian Lessner als Beisitzer gewählt. Es grüßt Euch der Vorstand Eurer VRFF Betriebsgruppe im WDR mit Rainer Blum, Kirsten Flory, Jürgen Knipprath, Matthias Kopatz, Sebastian Lessner, Ingo Nasemann, Daniela Schmedeshagen, Andreas Volk und Natalie Weinert [...] Weiterlesen...
19. Dezember 2024Mz – 19.12.2024: Die Mediengewerkschaft VRFF ist von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verklagt worden: Die Mediengewerkschaft sei in einer Betriebsgruppe der Medienbranche nicht tarifzuständig, und die dort durch die VRFF-Mitglieder abgeschlossenen Tarifverträge seien daher nicht gültig. Nun hat das Landesarbeitsgericht in Mainz in diesem Beschlussverfahren entschieden – zugunsten der VRFF. Der Grund des verdi-Antrags, dass die VRFF in der Medienanstalt Rheinland-Pfalz (MA RLP) nicht tarifzuständig sei, liegt nahezu ein Jahr zurück: Im Dezember 2023 hatte sich in der MA RLP, die ihren Sitz in Ludwigshafen am Rhein hat, eine große Gruppe der Beschäftigten entschlossen, in die VRFF einzutreten. Beweggrund hierfür waren die damals seit zwei Jahren andauernden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Medienanstalt, die ergebnislos verlaufen waren. Als frisch gegründete Betriebsgruppe der VRFF hatten die Beschäftigten der MA RLP dann im Januar 2024 einen Tarifvertrag abgeschlossen. Da die MA RLP nicht nur Kontrollbehörde für Medien ist, sondern auch Bürgerprojekte im Bereich Medien unterstützt, durch die Zurverfügungstellung von Technik und Knowhow die Herstellung von Programmen ermöglicht, auch dafür erforderliche Bewegtbilder produziert und in Medienberufen ausbildet, ist die Mitgliedschaft der Beschäftigten in der Mediengewerkschaft VRFF durch die VRFF-Satzung definitiv gegeben. Das hat auch das Landesarbeitsgericht in Mainz bekräftigt und die Tarifzuständigkeit der VRFF für die MA RLP bestätigt. Die schriftliche Begründung des Gerichts liegt noch nicht vor. „Wir haben hier erneut gesehen, dass die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wenig über die Medienbranche weiß“, stellt Stefan Rettner, Zweiter Vorsitzender der VRFF auf Bundesebene, nach dem Gerichtsverfahren fest.  Der Betriebsgruppenvorsitzende der VRFF in der MA RLP, Sebastian Lindemans, übt ebenfalls deutlich Kritik an der Dienstleistungsgewerkschaft: „Besonders ärgerlich ist, dass sich ver.di mit dem Verfahren bewusst gegen die Interessen der betroffenen Beschäftigten verhalten hat und lediglich auf Basis von überaus dünnem Formalismus die gute Arbeit der VRFF-Betriebsgruppe torpedieren wollte.“ „Bei Streiks in den Medien arbeitet ver.di gern mit uns zusammen, aber wenn es um Tarifzuständigkeit geht, scheint ver.di die angestrebte Monopolstellung unter den Gewerkschaften wichtiger zu sein als die Anliegen der Beschäftigten“, ergänzt Anke Ben Rejeb, Erste Vorsitzende der VRFF auf Bundesebene. „Das ist ein Dissens zu den Tarifverhandlungen.“ „Das Grundgesetz gewährleistet in Art. 9 Absatz 3 den Gewerkschaften die Freiheit zu entscheiden, für welche Arbeitnehmer*innen in welchem Wirtschaftsbereich sie tätig sein wollen – genau das hat die VRFF getan, und das sieht das Landesarbeitsgericht genauso“, ergänzt Christiana Ennemoser, ebenfalls Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstands der Mediengewerkschaft VRFF. Die Gewerkschaft ver.di kann gegen den Beschluss des Landesarbeitsgerichts Rechtsbeschwerde einlegen. Die nächste und letzte Instanz ist das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. [...] Weiterlesen...
25. September 2024Mz – 25.09.2024: VRFF streikt bei ARD-Anstalten, ZDF und Beitragsservice – Erste Programmausfälle – mit mehr streikbedingten Ausfällen ist deutschlandweit zu rechnen. Die VRFF Die Mediengewerkschaft hat aufgrund der seit Monaten stockenden Tarifverhandlungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk von Mittwoch, 25.09.2024 bis Freitag, 27.09.2024, bundesweit zu Streiks aufgerufen. Je nach Rundfunkhaus wird zu unterschiedlichen Zeiten die Arbeit niedergelegt werden. Beim Beitragservice kommt es durch die Arbeitsniederlegung seit 6:00 Uhr heute früh zu Ausfällen in der Sachbearbeitung. In Hamburg ist der NDR-Sender Billwerder-Moorfleet seit 2:00 Uhr nicht mehr besetzt; über ihn werden auch Deutschlandfunk und Radio HH verbreitet. Störungen im automatisierten Sendebetrieb werden daher seit der Nacht nicht mehr behoben. Beim WDR entfielen bereits die Regionalnachrichten der Lokalzeit Aachen. In allen Programmen, auch von Radio Bremen, SWR und ZDF, muss immer wieder auf unterschiedlichen Kanälen mit Ausfällen gerechnet werden. In vielen Standorten rufen zeitgleich mit der VRFF die Gewerkschaften ver.di, DJV und die Orchestergewerkschaft unisono zu Arbeitsniederlegungen auf. „Im öffentlichen Dienst, den die Arbeitsgeber im ÖRR stets als Messlatte für tarifliche Erhöhungen in den Medienhäusern genommen haben, wurde im vergangenen Jahr ein Tarifvolumen von rund 11 Prozent abgeschlossen. Wenn der öffentliche Dienst stets die Referenz ist, dann muss er es auch jetzt sein“, so Christian Gesch, Vorsitzender der VRFF-Bundestarifkommission. „Die Beschäftigten bei ARD und ZDF haben schon in den vergangenen Jahren mehrfach Reallohnverluste hinnehmen müssen, weil die tariflichen Steigerungen weit unter der Inflationsrate geblieben sind“, so Gesch weiter. „Es kann nicht sein, dass wir Jahr für Jahr von den Lohnentwicklungen in Deutschland entkoppelt werden. Kein Wunder, dass bei den niedrigen Gehältern bei ARD und ZDF sich keiner mehr auf Stellen bewirbt. Diese Lohnverluste führen nicht nur dazu, dass mittlerweile alle Landesrundfunkanstalten keine Fachkräfte mehr bekommen, sondern diese sogar massiv abgeworben werden. Wenn dem nicht entgegengewirkt wird, steht dem ÖRR eine schwierige Zukunft bevor.“ Die Tarifverhandlungen stünden in mehreren Häusern kurz vor dem Scheitern. „Wir geben nicht nach, bis angemessene Angebote auf dem Tisch liegen,“ bekräftigt Gesch. Beitragsbild ist VRFF-Archivbild Foto: VRFF Foto: VRFF Foto: VRFF Foto: VRFF Foto: VRFF [...] Weiterlesen...
15. August 2024Köln – 15.08.2024: Erneut haben die Betriebsgruppen Beitragsservice und WDR gemeinsam mit anderen Gewerkschaften ihre Mitglieder zu einem 24stündigen Warnstreik aufgerufen. Die Tarifverhandlungen laufen im WDR und Beitragsservice genauso schleppend, wie bei den anderen Rundfunkanstalten und ein fairer Abschluss scheint nach wie vor in weiter Ferne zu liegen. Hier ein paar Impressionen: Foto: VRFF Foto: VRFF Foto: VRFF Foto: VRFF Foto: VRFF [...] Weiterlesen...
4. Juli 2024Köln – 04.07.2024: … und was die Vorsitzenden der Bundestarifkommission der VRFF und die Verhandlungsführer beim WDR zu den Angeboten der Arbeitgeber zu sagen haben (c) VRFF – Christian Gesch, Vorsitzender der Bundestarifkommission (c) VRFF – Matthias Kopatz, stellv. Vorsitzender der Bundestarifkommission (c) VRFF – Benedikt Ahrens – VRFF-Verhandlungsführer der Betriebsgruppe WDR (c) VRFF – Stephan Gans, Verhandlungsführer bei der Betriebsgruppe WDR [...] Weiterlesen...
4. Juli 2024Mz – 04.07.2024: … bei Beitragsservice, Bremen, NDR, SWR und WDR sowie in Solidarität SR und ZDF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF – Christian Gesch, Vorsitzender der Bundestarifkommission Zuschaltungen zur Vernetzung und Solidarität Zugeschaltet: Volker Geyer, stellv. Vorsitzender dbb, Fachvorstand Tarifpolitik (c) VRFF Zugeschaltet: die Betriebsgruppen Bremen, NDR und SWR (c) VRFF (c) VRFF – Matthias Kopatz, stellv. Vorsitzender der Bundestarifkommission und Verhandlungsführer WDR (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF Auch die Maus streikt! (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF Warnstreik bei Radio Bremen (c) VRFF Solidaritätsaktionen bei den Betriebsgruppen SR und ZDF (c) VRFF (c) VRFF (c) VRFF [...] Weiterlesen...
4. Juli 2024Mz – 04.07.2024: Erste Programmausfälle bei WDR und NDR VRFF streikt bei ARD-Anstalten und Beitragsservice – Durch VRFF-Arbeitsniederlegung entfallen WDR-Nachrichten, NDR-Tagesschau sendet nur eingeschränkt. Die VRFF Die Mediengewerkschaft hat aufgrund der stockenden Tarifverhandlungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk am Mittwochabend, 3. Juli, in mehreren Rundfunkanstalten bundesweit zu Streiks aufgerufen. Zum Auftakt der VRFF-Streikaktion entfielen am 3. Juli im WDR die „Aktuelle Stunde“ und „WDR heute aktuell“ komplett. Die NDR-Tagesschau konnte ihr Nachrichtenangebot aufgrund des VRFF-Streiks am Donnerstagmorgen nur eingeschränkt senden. In WDR und NDR ist mit weiteren Sendungsausfällen durch die VRFF zu rechnen. Beim Beitragsservice wird es in den nächsten 48 Stunden zu erheblichen Ausfällen in der Sachbearbeitung kommen. Auch bei Radio Bremen und SWR sind Produktionseinschränkungen zu erwarten. Die WDR-Arbeitgeber haben am 2. Juli lediglich eine „völlig unzureichende neue Angebotsvariante vorgelegt“, so VRFF-Verhandlungsführer im WDR, Matthias Kopatz. Dieses neuerliche „Angebot“ der Arbeitgeberseite gelte zudem nur, wenn zeitgleich die Gewerkschaften auf diverse Nebenforderungen verzichteten. Dem jüngsten WDR-Angebot von 2,25% im Jahr 2024 und garantierten nur 1,23% jährlicher Steigerung ab 2025 steht die Forderung der VRFF entgegen, mindestens so hoch abzuschließen wie vergangenes Jahr im Öffentlichen Dienst. „Die Gehaltsforderung der VRFF von über 10 Prozent“, so Christian Gesch, Vorsitzender der Bundestarifkommission der VRFF, „schaffen überhaupt erst die Voraussetzungen, für die von der Politik verlangten Reformen im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk – die die Beschäftigten auch wollen – auch das erforderliche qualifizierte Personal halten bzw. bekommen zu können.“ „Die Beschäftigten bei ARD und ZDF haben schon in den vergangenen Jahren mehrfach Reallohnverluste hinnehmen müssen, weil die tariflichen Steigerungen weit unter der Inflationsrate geblieben sind“ so Gesch weiter. „Wir sind nicht bereit weitere Reallohnverluste hinzunehmen und werden daher immer wieder vereinzelte und gezielte Streikmaßnahmen durchführen.“ Die Tarifverhandlungen stünden an einem kritischen Punkt. Sollte keine Einigung erzielt werden, seien umfangreichere Streikmaßnahmen und massive Ausfälle im Programm zu erwarten. „Wir sind zu weiteren Schritten bereit, um ein angemessenes Angebot zu erhalten,“ bekräftigt Gesch. [...] Weiterlesen...
3. Juli 2024Köln – 03.07.2024: Liebe Kolleginnen und Kollegen, gestern, am 02.07.24, fand schon die 5. Verhandlungsrunde zum Vergütungstarifvertrag statt. Seitens der Geschäftsleitung wurden uns seit drei Monaten keine nennenswerte Verbesserungen unterbreitet. In allen verhandelnden ARD-Anstalten liegen ähnlich schlechte Angebote vor. Scheinbar spielen sie überall auf Zeit. Dieses Angebot ist noch sehr weit davon entfernt unsere Akzeptanz zu verdienen. Darum müssen wir jetzt deutlich machen, was wir leisten können und rufen zum Warnstreik auf! Gemeinsam werden wiram 03. Juli 2024 von 18:30 Uhr biszum 05. Juli 2024 um 02:00 Uhr die Arbeit niederlegen.Die zentrale Streikkundgebung ist       am Donnerstag den 04. Juli 2024        ab 10:00 Uhr bis 14:00 Uhrauf dem Platz zwischen dem Vierscheibenhausund dem 1Livehaus, Mörsergasse, 50667 Köln Auch wenn es für einige sehr aufwändig ist, weil sie vielleicht gerade im Homeoffice oder in einem der Landesstudios arbeiten, wäre es gut, wenn wir alle gemeinsam in Köln am Vierscheibenhaus stehen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Kommt bitte möglichst alle nach Köln! Durch das Taktieren geht uns allen wertvolle Zeit verloren. Wir brauchen daher JETZT ein realistisches Angebot, sowie den ausdrücklichen Willen, dieses dann auch zeitnah in die Umsetzung zu bringen! Viele Grüße Rainer Blum Vorsitzender Eurer WDR-Betriebsgruppe der VRFF – Die Mediengewerkschaft [...] Weiterlesen...
2. Juli 2024Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder, heute hat schon die fünfte Verhandlungsrunde der Tarifparteien stattgefunden. Bevor Herr Schumacher im Namen der Geschäftsleitung uns ein geringfügig verändertes Angebot unterbreitet hat, sollten wir auf diverse Nebenforderungen verzichten, über die dann auch im Weiteren nicht mehr verhandelt werden solle. Nach einer Pause, die zu Beratungen genutzt wurde, unterbreiteten die Vertretenden der Geschäftsleitung folgendes Angebot: Laufzeit 36 Monate, vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2026 Lineare Steigerung ab dem 01.01.2024 um 2,25% Lineare Steigerung ab dem 01.01.2025 um 2,46%, davon 1,23% garantiert und 1,23%, falls die von der KEF vorgeschlagene Beitragserhöhung stattfindet Lineare Steigerung ab dem 01.01.2026 um 2,46%, falls die von der KEF vorgeschlagene Beitragserhöhung stattfindet Das Angebot die Auszubildendenvergütung zum 01.01.2024 um 50€ zu erhöhen und unter dem Vorbehalt der Beitragserhöhung zum 01.01.2025 nochmals um 50€, wurde gegenüber der VRFF aufrechterhalten Das Angebot ist alles andere als großartig, selbst die Vertretenden der Geschäftsleitung sind sich dessen bewusst. Wir stellen uns vor, dass es einen Sockelbetrag als soziale Komponente bei den Gehaltssteigerungen geben soll, was seitens der Geschäftsleitung ausdrücklich abgelehnt wird. Dadurch würde ihrer Meinung nach das Gehaltsniveau zu sehr gestaucht und somit der Abstand zwischen den Gehaltstufen zu stark sinken. Stattdessen schlägt Herr Schumacher eine Einmalzahlung vor, die aber nicht tabellenwirksam ist. Nur am Verhandlungstisch allein scheinen wir derzeit keinen angemessenen Tarifabschluss zu erreichen. Die nächsten Verhandlungsrunden sind für den 16.08.2024, 30.09.2024, 17.10.2024, 11.11.2024 und 16.12.2024 terminiert Matthias Kopatz VRFF Tarifverhandlungskommission im WDR [...] Weiterlesen...
17. Mai 2024Die vierte Verhandlungsrunde der Tarifparteien hat heute stattgefunden. Der Fokus lag nicht auf der linearen Steigerung und der Laufzeit, sondern auf unseren weiteren Forderungen.Nach wie vor soll die Laufzeit 30 Monate, vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2026, betragen Lineare Steigerung ab dem 01.01.2024 um 2,25% Lineare Steigerung ab dem 01.01.2025 um 2,46%, falls die von der KEF vorgeschlagene Beitragserhöhung zum 01.01.2025 stattfindet. Das Angebot die Auszubildendenvergütung zum 01.01.2024 um 50€ zu erhöhen und unter dem Vorbehalt der Beitragserhöhung zum 01.01.2025 nochmals um 50€, wurde ausschließlich der VRFF unterbreitet. Im Verlauf der Verhandlung hat uns die Geschäftsleitung den Ball zurückgespielt und um die Konkretisierung der weiteren Forderungen gebeten. Verbesserung der 2022 von der VRFF exklusiv verhandelten Förderung der klimafreundlichen Mobilität Unterstützung bei der Gesundheitsvorsorge (Gesundheitstag) Flexiblere Arbeitszeitmodelle (z.B. 4-Tage-Woche) Möglichkeiten die kaufbaren Urlaubstage zu erweitern Frau Dr. Vernau steht auch heute zu ihrer Aussage aus der 3. Verhandlungsrunde vom 16.04.2024, „…dass sich die VRFF – anders als die übrigen Gewerkschaften – mit den Positionen und Rahmenbedingungen des WDR zu seiner aktuellen Finanzlage und seinem daraus abgeleiteten Angebot ernsthaft auseinandersetze.“. Auch wenn wir heute kein verbessertes Gehaltsangebot erhalten haben, verhandeln wir weiter konstruktiv. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, brauchen wir Euch bei kommenden Streikmaßnahmen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 02.07.2024 statt. Matthias Kopatz VRFF Tarifverhandlungskommission im WDR [...] Weiterlesen...
17. April 2024Gestern standen wir gemeinsam mit den Kolleg:innen des Beitragsservice und der anderen Gewerkschaften vor unseren WDR-Häusern. Wir haben gegenüber der Geschäftsleitung ein klares Zeichen gesetzt, dass ein Angebot mit einer Laufzeit von 30 Monaten, einer linearen Steigerung von  2,25% für dieses Jahr und bei einer Rundfunkbeitragserhöhung 2,46% für 2025, nicht akzeptabel ist. Trotz des schlechten Wetters sind sehr viele VRFFler:innen in Köln und ganz NRW dem Aufruf der VRFF-Betriebsgruppen zum Warnstreik gefolgt. Vielen Dank! Wie soll es jetzt weiter gehen? Um uns über das Angebot der Geschäftsleitung miteinander auszutauschen und Eure Forderungen in unseren Verhandlungen vertreten zu können, bieten wir am kommenden Freitag, den 19.04.204 um 12:30 Uhr eine „Blaue Pause“ an. Ihr bekommt übermorgen rechtzeitig einen Link zur Teamssitzung, um an der digitalen Mittagspause einfach teilnehmen zu können. Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen, denn unsere Gewerkschaft lebt vom Mitmachen aller Mitglieder. Euer Vorstand der VRFF-Betriebsgruppe im WDR [...] Weiterlesen...
17. April 2024Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder, die dritte Verhandlungsrunde der Tarifparteien hat heute stattgefunden. Frau Dr. Vernau hat uns ein Angebot unterbreitet, dass auch in ähnlicher Weise dem BR und dem NDR vorgelegt wurde. Laufzeit 30 Monate, vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2026 Lineare Steigerung ab dem 01.01.2024 um 2,25% Lineare Steigerung ab dem 01.01.2025 um 2,46%, falls die von der KEF vorgeschlagene Beitragserhöhung zum 01.01.2025 stattfindet. Auf Nachfrage was passiert, wenn 2025 keine Beitragserhöhung stattfindet, konnte keine konkrete Antwort gegeben werden. Es müsste dann wohl neu verhandelt werden.Zu unserer Verwunderung wurde kein Angebot für die Auszubildenden unterbreitet. Um zu verdeutlichen, wie sich dieses Angebot auf das Einkommen der Beschäftigten auswirkt, konnten wir der Geschäftsleitung die Sicht der VRFF darstellen. Aufgrund der Verständigung in der Verhandlungsrunde 2022, dass man sich auch zukünftig an den Abschlüssen des öffentlichen Dienstes der Länder orientieren möchte, scheint das heutige Angebot unverständlich. Es bedeutet einen Reallohnverlust von über 10%. Die nächster Verhandlungsrunde findet am 17.05.2024 statt. Unsere Hauptforderungen bestehen weiter: Einkommenserhöhung um 12% für 12 Monate, jedoch mindestens 500€ Abschluss rückwirkend zum 01.01.2024, um Leermonate zu vermeiden Erhöhung der kaufbaren Urlaubstage von 5 auf 10, bei gleichbleibendem Zuschuß von 30% Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 200€ und unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach bestandener Prüfung weitergehende Förderung einer nachhaltigen klimafreundlichen Mobilität für Beschäftigte an allen Standorten des WDR Matthias Kopatz VRFF Tarifverhandlungskommission im WDR [...] Weiterlesen...
28. März 2024Ostern steht vor der Tür. Hoffentlich konntet ihr bereits einen Vorgeschmack durch unsere traditionelle VRFF-Ostereieraktion darauf bekommen. Genießt die Ostertage mit fröhlichem Eiersuchen und entspannten Spaziergängen. Wir danken Euch für Eure Unterstützung und wünschen euch von Herzen ein frohes Osterfest! Mit besten Grüßen, Euer Vorstand der VRFF Betriebsgruppe im WDR [...] Weiterlesen...
12. März 2024Am heutigen 12. März 2024 sind ca.100 VRFFler:innen in Köln und ganz NRW den Aufrufen der Betriebsgruppe des WDR zum Warnstreik gefolgt, den wir gemeinsam den Kolleg:innen des DJV NRW, ver.di und unisono durchgeführt haben. WDR-weit haben sich ca. 550 Mitarbeitende am eintägigen Warnstreik beteiligt. Wir als VRFF haben Farbe gezeigt und so unseren berechtigten Forderungen Nachdruck verliehen! Dies wäre aber ohne Euch nicht möglich gewesen.Danke! Euer Vorstand der VRFF-Betriebsgruppe im WDR [...] Weiterlesen...
8. März 2024mit KI-generiertes Bild der VRFF Die Mediengewerkschaft [...] Weiterlesen...
7. März 2024Zur gestrigen jährlichen Mitgliederversammlung der WDR-Betriebsgruppe der VRFF trafen sich die Mitglieder im Natosaal des Kölner Funkhauses. Unser Vorsitzender Rainer Blum berichtete über die Arbeit des Vorstandes. Nach einer Aussprache folgte der Bericht unseres Schatzmeisters, sowie des Kassenprüfers Ernesto Schiefer. Der Vorstand wurde durch die anwesenden Mitglieder entlastet. Gemeinsam mit unserem Gast, der 1. Vorsitzenden der VRFF Anke Ben Rejeb, wurde auf die laufende Tarifrunde 2024 geschaut und über die weiteren Verhandlungen mit dem WDR diskutiert. Ein besonderer Dank gilt allen Kandidat*innen, die sich für die Personalratswahl zur Verfügung stellen. Die Kandidat*innenliste wurde angenommen. Es grüßt Euch der Vorstand Eurer VRFF-Betriebsgruppe im WDR mit Benedikt Ahrens, Rainer Blum, Ulrike Bosler, Jürgen Knipprath, Matthias Kopatz, Sebastian Lessner, Ingo Nasemann, Andreas Volk und Natalie Weinert [...] Weiterlesen...
21. Februar 2024Liebe Mitglieder,  wir würden uns freuen, Dich persönlich zu treffen, um bei einem kleinen Snack neben den jährlichen Formalien auch die diesjährige Personalratswahl vorzubereiten, an der wir mit einer VRFF- Liste teilnehmen werden. Über die aktuellen Tarifverhandlungen und unser Verhältnis zu den anderen Gewerkschaften möchten wir uns mit Euch austauschen.  Die Versammlung findet statt:  am Mittwoch, den 6. März 2024 um 17:00 Uhr Die Einladung und Tagesordnung der Mitgliederversammlung geht euch per E-Mail zu. Über Deine Teilnahme würden wir uns freuen und hoffen auf eine interessante und diskussionsfreudige Runde.  Viele Grüße vom BG-Vorstand Rainer Blum  Betriebsgruppenvorsitzender WDR  VRFF Die Mediengewerkschaft  [...] Weiterlesen...
1. Februar 2024Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder, die erste Verhandlungsrunde der Tarifparteien hat heute stattgefunden. Erwartungsgemäß blieb ein konkretes Angebot seitens der Arbeitgeberseite aus. Laut Frau Dr. Vernau gibt es historisch schwierige Rahmenbedingungen für die anstehenden Verhandlungen. Aufgrund der von den bisher bekannten Daten der KEF seien keine großartigen Steigerungen der Gehälter möglich. Zudem sollen nach dem Willen der Geschäftsleitung die Vergütungstarifverhandlungen mit der Neugestaltung des Honorarrahmens für die programmgestaltenden freien Mitarbeitenden verbunden werden. Unsere Hauptforderungen: Einkommenserhöhung um 12% für 12 Monate, jedoch mindestens 500€ Abschluss rückwirkend zum 01.01.2024, um Leermonate zu vermeiden Erhöhung der kaufbaren Urlaubstage von 5 auf 10, bei gleichbleibendem Zuschuß von 30% Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 200€ und unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach bestandener Prüfung weitergehende Förderung einer nachhaltigen klimafreundlichen Mobilität für Beschäftigte an allen Standorten des WDR Wir erwarten auch in diesem Jahr wieder langwirige und intensive Verhandlungen. Die nächste Runde wird voraussichtlich am 11. März 2024 stattfinden. Matthias Kopatz VRFF Tarifverhandlungskommission im WDR [...] Weiterlesen...
16. Januar 2024Was fordern wir bei den bald beginnenden Tarifverhandlungen? Darüber wollen wir mit Euch in einer „Blauen Pause“ sprechen. Habt Ihr Anregungen zu den Forderungen, Wünsche, oder Fragen zu den Verhandlungen mit dem WDR über den neuen Tarifvertrag? Donnerstag 18. Januar von 12:30-13:00 Uhr via Teams Damit wir uns ungestört austauschen können, meldet Euch bitte einfach unter VRFF@wdr.de kurz an und wir schicken den Link zu. Wir freuen uns auf Euch! Die VRFF Betriebsgruppe im WDR [...] Weiterlesen...
10. Januar 2024Merkt Euch den Termin! Mittwoch, 06. März 2024 Mitgliederversammlung in Köln Eure VRFF WDR-BG [...] Weiterlesen...